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inlineInline-Skating

Skate-Challenge in Frankfurt: Sieg für Jochen Glasbrenner

von Nina Glasbrenner

Am 1. Mai fand in Frankfurt im Rahmen des bekannten Radrennens „Rund um den Finanzplatz“ (früher: „Rund um den Henninger Turm“) die 4. Auflage der Skate-Challenge über 42 und 70 km statt. Nieselregen aber doch immerhin noch angenehmen Temperaturen von um die 14 Grad „lockten“ rund 400 Skater. Vom TF Feuerbach gingen Jürgen Schnepf und Jochen Glasbrenner über 70 km sowie Michael Schäfer über 42 km an den Start. An Ende stand der Siegerfest: Jochen Glasbrenner vom TF Feuerbach!

SkateChallenge

Bild: Jochen Glasbrenner (im gepunkteten Trikot, 2. v.l.)

Beim Inlineskaten wird der Belag bei Nässe deutlich rutschiger und die zu bevorzugende Technik ist eine andere als bei trockenen Verhältnissen. Aus der Vergangenheit wusste Jochen Glasbrenner, dass ihm diese Technik besonders gut liegt und so zog er selbstbewusst das „Regenmaterial“ (eine besondere Gummimischung bei den Rollen und besonders dichte Lager) auf. Dank starker Psyche und guter physischer Verfassung konnte er sich gleich zu Beginn in der zweiten Spitzengruppe – die erste Gruppe bestand nur aus Skatern die die kürzere 42-km-Strecke fuhren – festsetzen. Er rollte sich gut ein und nachdem nach rund 40 km auch aus dieser Gruppe die 42-km-Skater ins Ziel abbogen, bestand die nunmehrige Führungsgruppe des 70-km-Rennens noch aus 4 Skatern: 2 Skater vom in Deutschland führenden Skatingverein Groß-Gerau, dem starken Schweizer Sergio Bonagura vom Rollerblade-Team und Glasbrenner.

Unmittelbar nachdem sich die Gruppe auf diese 4 Skater verkleinert hatte, startete der kleine Schweizer eine Attacke und baute seinen Vorsprung auf die verbleibende 3er-Gruppe immer weiter aus. 

Während der Regen noch etwas stärker wurde, begann Jochen sich eine Taktik zu überlegen – wollte er verhindern, dass die Groß-Gerauer Teamtaktik anwendeten musste er handeln. Wie war der Schweizer einzuschätzen – würde er sein hohes Tempo bis zum Ende durchhalten können? Bei ca. km 48 sah dann auch Glasbrenner an einem kurzen Anstieg an einer Brücke seine Chance gekommen und wagte den Ausriss. Wider Erwarten konnte er eine Lücke zwischen sich und seine Verfolger bringen und diese immer weiter ausbauen. Allmählich kam er sogar dem Führenden wieder näher!

Nach und nach wurden die Beine (und auch die nassen Skates!) schwerer und Glasbrenner sah, dass der starke Schweizer das Rennen klar dominierte und er ihn nicht würde einholen können. Sein Ziel musste es daher sein, den zweiten Platz gegenüber den Skatern aus Groß-Gerau abzusichern.

Dies gelang und im Ziel freute sich der Feuerbacher Skater zunächst über seinen zweiten Platz. Dann sah er, wie der in Führung geglaubte Bonagura rund 20 Sekunden nach ihm die Ziellinie überquerte. Was war passiert? Der Schweizer war kurz vor dem Ziel falsch gefahren, zu allem Überfluss auch noch gestürzt und hatte so wertvolle Zeit verloren. So wurde für Jochen Glasbrenner mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30,8 km/h der Traum vom Sieg bei diesem wichtigen Rennen wahr! 

Jürgen Schnepf fuhr trotz nicht optimalem Material auch ein starkes Rennen, das er als 21. beendete. Michael Schäfer machten offenbar die Witterungsverhältnisse mehr zu schaffen und er konnte nicht an frühere Bestzeiten heranreichen.