Erfolgreiche Weltmeisterschaft 2019 für Peter und Dr. Karin Vester in Lausanne

Die Deutsche Triathlon Union nominierte Dr. Karin und Peter Vester aufgrund ihrer Erfolge und ihrer beiden Siege bei der Sprint-DM 2018 für die Weltmeisterschaft Lausanne am 31. August 2019.
Nach ihrer Teilnahme an der Europameisterschaft 2017 nahmen beide die sportliche Herausforderung der Weltmeisterschaft an.
Mit der Registrierung in der endgültigen Startliste, ging es für sie in die direkte Wettkampfvorbereitung. Hier setzten sie vor allem Schwerpunkte auf die Disziplinen Schwimmen und Laufen. Das Radfahren, das war ihnen nach der Windschattenfreigabe klar, würde am Wettkampftag keine wesentliche Rolle spielen.
Beim Schwimmen hatten sie einen besonderen Trainingspartner, ihren Sohn Ben, der ihnen als erfolgreicher Wettkampfschwimmer regelmäßig vorführte, wie es gehen könnte.

Mit dem Start der Weltmeisterschaften wurde ihnen das Ausmaß der Veranstaltung bewusst. 4000 Athleten aus mehr als 100 Ländern gingen an den Start. Zahlenmäßig am stärksten waren die Athleten aus den USA (600 Teilnehmer), Australien (300), Mexico (300), Neuseeland (200) und aus dem Gastgeberland, der Schweiz (ca. 200) vertreten. Jedes Land hatte seine eigenen, nationalen Nominierungskriterien angesetzt.

WM BronzemedaillePeter ging in seiner Altersklasse (TM 45) mit 143 Startern aus 27 Ländern in den Wettkampf.
Nach einem gefühlt guten Schwimmen über die 750 m, das er auf Platz 13 beendetet, ging die Jagd los. Über 20 km in zwei 10 km-Runden war sein Ziel, so weit wie möglich nach vorn zu fahren, dabei Allianzen zu bilden und so wenig Körner wie möglich für den abschließenden 5 km-Lauf zu verpulvern. Peter stieg als 4. vom Rad, wechselte schnell und ging als 2. auf die Laufstrecke. 20 Athleten mit weniger als einer Minute Abstand setzten Peter einem gewaltigen Druck aus. Mit einem slowakischen Mitbewerber 50 m vor Peter und einer riesigen Gruppe hinter ihm fiel die Entscheidung auf einer harten und bergigen Laufstrecke. Peter belegte in diesem harten Schlusssprint 3. Platz, in einer Gesamtzeit von 1:04:27 h und erhielt damit seinen Lohn für eine mehrjährige, harte Trainingsarbeit.

Im Anschluss ging Karin (TW 50) in das Rennen. Ihre Konkurrenz mit 87 Athletinnen und 14 Nationen bestand aus zahlreichen Ex-Profis. Um nur zwei von diesen zu nennen, Michelle Jones (2. Platz Olympische Spiele 2000) und Brigitte McMahon (Olympiasiegerin 2004).
Karin beendete das Schwimmen mit Platz 6. Nur knapp verpasste sie nach dem Wechsel auf das Rad die erste Verfolgergruppe. Mit nur 30 Sekunden Abstand paktierte sie mit der späteren britischen Weltmeisterin Emma Fisher. Mit diesem Rückstand ging es dann auf die Laufstrecke, wo in veranstaltungsgerechtem Tempo die Platzierungen ausgelaufen werden sollten. Am Ende sprang für die Olympioniken die Plätze 2 und 5 heraus, während Karin sich über Platz 10 in 1:14:23 h freuen durfte.

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